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Georg Nelius lässt beim Thema Zugpünktlichkeit nicht locker

Veröffentlicht in Presseecho

Landesverkehrsministerium räumt massive Verspätungen und Zugausfälle auf der Strecke Neckarelz–Heilbronn–Stuttgart ein

Rhein-Neckar-Zeitung, 28.01.2017, S. 3, Christian Beck:

Neckarelz. „Es ist eine Katastrophe.“ Mit diesen Worten fasst Georg Nelius die Verhältnisse rund um die Zugverbindung von Neckarelz über Bad Friedrichshall nach Stuttgart zusammen. Und das Landesverkehrsministerium gibt dem SPD-Landtagsabgeordneten Recht. 

Auf eine Kleine Anfrage von Nelius werden in einem Antwortschreiben mehrere Probleme deutlich: Viele Züge sind unpünktlich, so dass Anschlussverbindungen nicht erreicht werden können. Ein Umstieg zwischen Zügen der Deutschen Bahn und der Stadtbahn ist so wohl immer noch schwierig.

Andere Züge fahren erst gar nicht, allein in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres sind auf der Strecke 365 Verbindungen ausgefallen. Zudem sorgen Defekte immer wieder für Probleme. Und durchgehende Verbindungen am Abend wird es voraussichtlich erst im Dezember 2019 geben.

Die RNZ fragte nach, wie es zu den Problemen kommen konnte. Ersten Aufschluss geben die Antworten des Landesverkehrsministeriums: „Die häufigste Ausfallursache ist fehlendes Personal“, heißt es zu Ursachen von Verspätungen und Zugausfällen. Insbesondere hat man bei der DB Regio offenbar mit kurzfristigen Krankmeldungen zu kämpfen. Insbesondere im Oktober und Anfang November sowie Anfang Januar sei es zu Krankheitswellen gekommen, berichtet ein Bahn-Pressesprecher auf RNZ-Nachfrage.

Und auch bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG), die die Stadtbahnen betreibt, kennt man dieses Problem – nicht nur kurzfristig. „Uns fehlen insgesamt rund 40 Fahrer“, erklärt Pressesprecher Nicolas Lutterbach auf RNZ-Nachfrage. Die AVG arbeite an dem Problem und bilde intensiv aus, der Arbeitsmarkt sei hier aber „sehr schwierig“.

Zugausfall

Als weitere Ursache für Zugausfälle gibt das Landesverkehrsministerium Fahrzeugprobleme an. Insbesondere bei den Doppelstockwaggons gebe es immer wieder Türstörungen. Und auch die Elektrolokomotiven der Baureihe 111 fielen oft aus.

Nelius kritisiert, dass die Züge und Waggons offenbar nicht ausreichend gewartet sind. Die Bahn spricht hier von Kompatibilitätsproblemen. Das bedeutet: Doppelstockwaggons unterschiedlicher Baujahre kamen aus verschiedenen Teilen Deutschlands und wurden zusammen eingesetzt. Doch die Elektronik passte nicht zusammen.

Nicht so richtig harmoniert offenbar auch die Kommunikation zwischen Zügen und Zugführern der Stadtbahn und der DB Regio. Das Grundproblem lautet hier: Wie können Verspätungen und Ausfälle in Echtzeit weitergegeben werden, so dass sie bei möglichst vielen Kunden ankommen? Laut AVG-Pressesprecher Lutterbach werden Probleme bei den Stadtbahnen bislang noch nicht auf der Homepage und der App der Deutschen Bahn angezeigt. Er empfiehlt deshalb, die App der AVG zu nutzen. In Zukunft soll der Austausch deutlich verbessert werden. Zudem sollen Infotafeln und Fahrgastinformationsanzeiger nachgerüstet werden, wo es bislang noch keine gibt.

Was die Verspätungen anbelangt: Die Pünktlichkeit der Stadtbahn gilt – so die denn nicht ausfällt – als „recht stabil“. So geht es aus dem Schreiben des Landesverkehrsministeriums hervor.

Die Pünktlichkeit bei der DB Regio bewege sich jedoch „bereits seit Mitte 2013 auf einem unbefriedigenden Niveau“. Schon 2013 waren am Messpunkt Heilbronn lediglich 91 Prozent der Züge pünktlich. Bis 2016 sank der Wert nun auf nun 87,5 Prozent. Im vergangenen November lag er gar nur bei 80,7.Und selbst dieser Wert trügt: Bei der Deutschen Bahn gilt ein Zug erst dann als nicht mehr pünktlich, wenn er mindestens sechs Minuten zu spät kommt. Als Ursache nennt ein Bahn-Pressesprecher die Änderungen, die das Ende des großen Verkehrsvertrags mit sich gebracht hätten. Diese hätten wie ein großer Fahrplanwechsel vieles durcheinandergebracht.

Vor diesem Hintergrund hat die Bahn nun eine Gruppe ins Leben gerufen, die sich der Probleme annehmen will. Neben wöchentlichen Gesprächen mit dem Land investiere man in zusätzliches Personal in den Werkstätten sowie in Technik. Darüber hinaus wolle man Betriebsabläufe vereinheitlichen.

Was schließlich die durchgehenden Verbindungen am Abend anbelangt: Sie wurden bei Einführung der Stadtbahn abgeschafft. Am Morgen wurden sie auf Drängen des Landkreises wieder eingeführt, für jene am Abend sieht man im Landratsamt trotz großer Bemühungen keine Chance vor Dezember 2019 – dann tritt der neue Verkehrsvertrag in Kraft.“

 

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