100 Jahre Wahlrecht für Frauen

Veröffentlicht am 11.11.2018 in Allgemein

Als sich Frauen in Deutschland am 12.November 1918 das passive und aktive Wahlrecht erkämpft hatten, lagen hinter ihnen schon jahrelange Anstrengungen. Der Kampf um das Frauenstimmrecht war Anfang des 20. Jahrhunderts eng mit den damaligen zum Teil katastrophalen Arbeits- und Lebensverhältnissen der Arbeiterinnen verbunden, die sich wegen der politischen und ökonomischen Rechtslosigkeit nur schwer dagegen wehren konnten.

Als sie vor 100 Jahren letztendlich das Wahlrecht erhielten, gaben 82 Prozent von ihnen bei der Wahl zur Weimarer Nationalversammlung ihre Stimme ab. 37 weibliche Abgeordnete, unter ihnen die Gründerin der Arbeiterwohlfahrt Marie Juchacz, zogen in das Parlament ein.

In ihrer Rede, die bis heute nichts an ihrer Relevanz eingebüßt hat, wandte sich Juchacz besonders der Situation der Frauen zu: „Wir Frauen sind uns sehr bewusst, dass in zivilrechtlicher wie auch in wirtschaftlicher Beziehung die Frauen noch lange nicht die Gleichberechtigten sind. Es wird hier angestrengtester und zielbewusstester Arbeit bedürfen, um den Frauen im staatsrechtlichen und wirtschaftlichen Leben zu der Stellung zu verhelfen, die ihnen zukommt.“

„Marie Juchacz legte den Grundstein für die bis heute in alle gesellschaftlichen Felder reichende soziale Arbeit. Die Forderung nach einem selbstbestimmten, gewaltfreien und ökonomisch abgesicherten Leben für alle Frauen bleibt erschreckend aktuell. In diesem Zusammenhang auf die großen Anstregungen und vielen Erfolge der SPD einzugehen, hieße wohl Eulen nach Athen zutragen.“ so Georg Nelius MdL. „Das passive und aktive Wahlrecht trug wesentlich dazu bei, dass Frauen viel erreichen konnten. Doch obwohl Frauen heutzutage oft über eine gleichwertige, mitunter sogar bessere Ausbildung als Männer verfügen, tragen sie privat wie beruflich die Hauptlast im Bereich Pflege, Erziehung und Betreuung. Frauen sind gegenwärtig immer noch weniger als Männer in Erwerbsarbeit integriert und die Lohndifferenz zwischen den Geschlechtern ist in Deutschland höher als in den meisten anderen Ländern Europas. Hier gibt es noch viel zu tun und gerne unterstütze ich die Frauen auf ihren Wegen zu tatsächlicher Gleichberechtigung.“

 

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