SPD-Arbeitskreis Rhein-Neckar tagt mit Wirtschaftsvertretern in Bensheim

Veröffentlicht am 18.06.2008 in Arbeitsgemeinschaften

"Voraussetzungen und Chancen einer effektiven Zusammenarbeit zwischen den Metropolregionen Rhein/Neckar und Rhein/Main"

Unter dem Motto „Voraussetzungen und Chancen einer effektiven Zusammenarbeit zwischen den Metropolregionen Rhein/Neckar und Rhein/Main“ hatte die SPD- Abge-ordnete Karin Hartmann ihre Landtagskollegen aus Rheinland-Pfalz und Baden Württemberg nach Bensheim eingeladen, um mit dem Bergsträßer Wirtschaftsförderer Dr. Beckmann, dem Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar Herrn Dr. Niopek und Herrn Proba Geschäftsbereichsleiter bei der IHK Darmstadt die Möglichkeiten für eine Ver-besserung der Zusammenarbeit der beiden Metropolregionen zu erörtern. Georg Nelius, Mosbach nahm an dem gemeinsamen Gespräch ebenfalls teil.

Dem SPD-Arbeitskreis, der seit über zwanzig Jahren dem Interessensaustausch der Abgeordneten im Rhein-Neckarraum dient, gehören Landtags- und Bundestagsabgeordnete des Dreiländerecks an.
Dr. Beckmann zeigte in seinem Kurzreferat auf, dass der Kreis Bergstraße mit seiner exponierten Lage innerhalb der beiden Metropolregionen eine Funktion einnimmt, die ihn für die Zusammenarbeit der Metropolregionen geradezu prädestiniert. Am Kreis Bergstraße führe kein Weg vorbei, nicht zuletzt wegen seiner hervorragenden Verkehrs-infrastruktur, der zentralen Lage in Europa und einer Wirtschaft, die eine vielfältige Branchenstruktur und zahlreiche Spitzentechnologiefirmen aufweise und zudem stark international ausgerichtet sei. Ein gut qualifiziertes Fachkräftepotential, hervorragende Hochschulen in Heidelberg, Mannheim, Darmstadt, Frankfurt und Worms bildeten ein Reservoir, aus dem sich für zukunftsfähige Strukturen schöpfen lasse. Der ausgezeich-nete Wirtschaftsstandort resultiere nicht zuletzt auch von den guten Weiterbildungsmög-lichkeiten in der Gesamtregion. Beckmann skizzierte die Aufgaben der Metropolregion Rhein-Neckar und Rhein-Main GmbH, die im Interesse der regionalen Wirtschaft eine „Greater Frankfurt-Heidelberg Area“ zum Ziel haben müsse.
Der Geschäftsbereichsleiter bei der IHK Darmstadt, Martin Proba, verwies in seinem Redebeitrag auf die bereits bestehenden Verflechtungen zwischen den Metropolregio-nen und äußerte sich zuversichtlich, dass diese zusammenwachsen. Er warb dafür, dass man sich gegenseitig bei den Stärken abholt und ergänzt. „Projekte müssen groß-räumig gedacht und unterstützt werden“, erklärte Proba. Was das „Engeneering“ anbe-lange, brauche man sich gegenüber der Region München keinesfalls zu verstecken. Mit IT- Unternehmen sei man beispielsweise eben so gut besetzt wie die Bayerische Metropolregion. Die Zusammenarbeit im Dreiländereck Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg beurteilte Proba als gut und begründete dies u.a. damit, dass sich die drei Wirtschaftsminister aktuell in diesem Jahr zusammengesetzt hätten, um ge-meinsam von den Fördertöpfen der EU zu partizipieren. Auch bei der Sanierung des Saukopftunnels trage die Zusammenarbeit dahingehend Früchte, dass diese nicht al-lein als hessisches Problem gesehen werde, sondern auch die Arbeitgeber im Rhein-Neckar Raum ein großes Interesse an einer zügigen Durchführung der Maßnahme hätten.
Dr. Wolfgang Niopek, Geschäftsführer der IHK Rhein-Neckar, sieht die Metropolregion Rhein/Neckar bereits sehr gut positioniert und stellte in seinem Beitrag die mittlerweile bestehenden Kooperationsfelder heraus. Als mögliche Ziele einer Zusammenarbeit aus Sicht der Wirtschaft definierte er Infrastrukturverbesserungen, bezogen auf den Flughafen, den Schienenverkehr und die S-Bahn. „Die Regionen müssen ebenso wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern, was u.a. bedeutet, dass die S-Bahn in alle Richtungen vernetzt wird“, fasste Niopek zusammen. Die IHK Rhein-Neckar hofft auf Synergieeffekte durch die Kooperation von Hochschulen und Wirtschaft und die Zusammenarbeit von Unternehmen. Anzustreben sei außerdem ein internationales Stand-ortmarketing, was jedoch eine regionale Identität voraussetze. Es gelte gemeinsame Ziele zu bestimmten Themen zu definieren und ein korrespondierendes Steuerungsgremium zu schaffen, außerdem brauche es eine entsprechende Arbeitsebene und Modellprojekte, die Mehrwert für beide Regionen erzeugen. Was es nach Auffassung von Dr. Niopek schwierig macht, ist ein fehlendes legitimiertes Gremium, das mei-nungsbildend in den Wirtschaftsräumen arbeitet. Als begrenzende Faktoren nannte er auch die derzeitigen Abstimmungs-Entscheidungsprozesse, ebenso wie die Finanzen.
Den Ausführungen der Referenten folgte eine breite Diskussion wobei u.a. auch die Regionalplanung, die Ländersache ist, als ein Hemmnis für die effektivere Zusammenarbeit der Metropolregionen Rhein-Neckar und Rhein-Main angesehen wurde. Hier könnten die Länder, so der breite Konsens, mit einem einheitlichen Planungsrecht einen Beitrag leisten.

 

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