SPD-Kreistagsfraktion im Kreisaltersheim Hüffenhardt

Veröffentlicht am 20.03.2009 in Kreistagsfraktion

Erfahrungen als 3. Säule der Neckar-Odenwald-Kliniken nachgefragt – Hauskonzept diskutiert

Nachdem sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion in ihrer letzten Sitzung mit den Chancen und Möglichkeiten des Sonderkonjunkturprogramms für den Neckar-Odenwald-Kreis befassten, standen beim jüngsten Besuch in Hüffenhardt die derzeitige Situation und die zukünftige Entwicklung bei der Betreuung von Alten und Pflegebedürftigen im Kreisaltersheim im Mittelpunkt.

Fraktionsvorsitzende Heide Lochmann begrüßte dazu Andrea Klaes, die Leiterin und Geschäftsführerin für den Bereich Altenpflege für die Neckar-Odenwald-Kliniken.
Frau Klaes stellte die Entwicklung der Einrichtung sowohl im baulichen als auch im personellen Bereich vor: Das Kreisaltersheim Hüffenhardt wurde in den vergangenen Jahren nicht nur baulich auf dem neuesten Stand gehalten und erweitert (u. a. große Behinderten gerechte Einzelzimmer mit Sanitär-Zelle, Gemeinschaftsräumen), es wurde aber auch eine zahlenmäßige und eine qualitative Erhöhung durch mehr examiniertes Pflegepersonals vorgenommen.

Das gegenwärtiges Pflegeheim bietet Platz für 135 ältere Hausbewohner
(Pflegestufen 0 bis III) in behindertengerechten Einzelzimmern mit Sanitär Zelle (Toilette, Dusche, Waschbecken). Bei einigen Zimmern ist eine Zusammenfassung von zwei Einzelzimmern zum Doppelapartment z.B. für Ehepaare möglich. Zwei kleine Wohnbereiche (je 15 Bewohner) sind speziell für demenzkranke Personen vorgesehen.

Die Belegung sei mit ca. 96% recht gut, wobei ein hoher Anteil aus Heilbronn und aus der unmittelbaren Umgebung kommt. Dabei befindet sich das Preisniveau nicht zuletzt wegen der angebotenen Einzelzimmer eher im oberen Bereich. Auf die Frage von Kreisrat Karlheinz Graner nach der Zusammensetzung der Bewohner wurde deutlich, dass die Tendenz zunehme, dass die älteren Menschen immer später ins Heim übersiedelten und dann häufig schon in die Pflegestufe III notwendig sei.

Auf Nachfrage von MdL und Kreisrat Georg Nelius nach Kurzzeitpflege und ambulanter Betreuung, stellte Frau Klaes heraus, dass für Kurzzeitpflege (Feriengäste aber auch Nachsorgepatienten) zwei Doppelzimmer bereit gehalten werden und jeden Mittwoch ein ambulanter Betreuungsnachmittag für noch zu Hause lebende Personen mit erhöhtem Betreuungsbedarf angeboten werde, um die pflegenden Angehörigen zu entlasten.
Die Frage von MdL a.D. und Kreisrat Gerd Teßmer nach dem Umgang mit dem Qualitätsmanagement und wieweit sich die Zertifizierung bewähre, beantwortete die Leiterin mit dem Hinweis, dass sie mit ihrem Team selbstverständlich die Arbeitsprozesse analysiere und das „Was und Wie“ etwas getan werde, immer wieder hinterfrage. Eine externe Zertifizierung sei aus ihrer Sicht nicht notwendig, weil es nun nach dm SGBXI regelmäßig unangemeldete Überprüfungen der Pflegequalität geben solle. Diese Überprüfungen seien eine Chance und der Anlass, Mängel zu beseitigen und die Qualität zu verbessern.
Kreisrat Herbert Kilian erkundigte sich nach Veränderungen in der Tendenz der Einstufung in Pflegestufen und nach den Auswirkungen für die Betroffen. Dabei kam zum Ausdruck, dass bei erhöhtem Pflegebedarf und damit Erhöhung der Kosten das Kapital der Pflegebedürftigen angegriffen werde und es auch immer wieder Fälle gibt, wo Menschen in die Sozialhilfe rutschen.
Auf die Frage von Kreisrat Rainer Schäfer nach der Ursache von der häufigen Fluktuation des Pflegepersonals bei der Betreuung der Bewohner gab Frau Klaes die Auskunft, dass durch die große Zahl von Teilzeitbeschäftigten und eine Änderung in der Struktur, ein Wechsel oft nicht zu vermeiden sei, dass aber wo möglich auf Kontinuität geachtet werde. Zu den Punkten Ausbildung und Übernahme der Auszubildenden, Männerquote in diesem Berufszweig und Bildung eine „Springerpools“, die zum Schluss noch angesprochen wurden, führte die Leiterin aus, dass man eine Weiterbeschäftigung der Auszubildenden und eine Verbesserung der Vertretungsfälle anstrebe.

Kreisrätin Heide Lochmann stellte für die SPD-Fraktion fest, dass das Kreisaltersheim Hüffenhardt ein wichtiger Teil des NOK-Klinikums sei und vor allem auch mit der Betreuung der Demenzkranken hier eine sehr sinnvolle und hilfreiche Einrichtung zur Verfügung stehe. Sie bedankte sich namens der Fraktion für die engagiert Arbeit aller in der Einrichtung Tätigen, für die freundliche Aufnahme und die ausführlichen Informationen.
Im Anschluss an die Informationsveranstaltung berieten die SPD-Kreisräte noch die Tagesordnungen der bevorstehenden Kreistagsausschuss-Sitzungen und geplanter Aktivitäten der SPD-Kreistagsfraktion.

 

Kontakt

Wahlkreisbüro in Mosbach
Badgasse 7
74821 Mosbach
Telefon 06261 914917
Telefax 06261 914918
buero@georg-nelius.de

Landtagsbüro in Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 12
70173 Stuttgart
Telefon 0711 2063 754
Telefax 0711 2063 710
georg.nelius@spd.landtag-bw.de

Mit der Nutzung der E-Mail-Adressen stimme ich zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Es gilt die Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail widerrufen. 

Links zu aktuellen Informationen

Aktuelle Informationen zur SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg findet man hier. 

Aktuelle Informationen zum SPD-Kreisverband Neckar-Odenwald findet man hier.