Gleiche Chancen für alle Kinder gefordert

Veröffentlicht am 23.09.2009 in Aus dem Parteileben

SPD- Wahlkampfveranstaltung in der Alten Mälzerei: Kurt Beck, Ministerpräsident von Rheinland- Pfalz, besuchte Mosbach

„Lieber Kurt, herzlich willkommen in der Kurpfalz“, mit diesen Worten wurde der rheinland- pfälzische Ministerpräsident vom SPD- Kreisvorsitzenden Jürgen Graner begrüßt.

Ein großes Lob sprach Graner der SPD- Bundestagskandidatin im Wahlkreis Odenwald- Tauber Gabriele Teichmann für ihr Engagement und ihren Kampfgeist im Wahlkampf aus.

Gabriele Teichmann hieß Kurt Beck ebenfalls herzlich willkommen und lobte Frank- Walter Steinmeiers Deutschlandplan.

Unter lang anhaltendem Beifall ergriff Kurt Beck das Wort und erinnerte sich gern daran, wie er vor vielen Jahren als ehrenamtlicher Mitarbeiter der ÖTV- Schule in Mosbach Schulungen abgehalten und dabei die Stadt kennen gelernt hat.

„Es geht bei der Bundestagswahl darum, wie die Weichen für das nächste Jahrzehnt gestellt werden“, so Beck. Am 27. September müssten sich die Bürgerinnen und Bürger zwischen zwei einander gegenüberstehenden Gesellschaftsmodellen entscheiden: Es gehe um den Gegensatz von Solidarität und Egoismus. Auf der einen Seite eine Gesellschaft, die auf ein starkes Miteinander setze und auf der anderen Seite eine, in welcher sich jeder nur um sein eigenes Wohl kümmere.

Große Probleme gebe es zu bewältigen, so die klare Ansage Becks. Doch man dürfe sich nicht davor scheuen diese anzupacken: „Der demographische Wandel oder die internationale Konkurrenz um Arbeitsplätze sind nur zwei davon – aber wir werden es schaffen, indem wir wieder mehr auf Solidarität setzen“, so der Ministerpräsident.

Unabdingbar sei es in die Fähigkeiten junger Menschen zu investieren. Diese seien das große Potential, welches Deutschland habe. „Viele sagen, wir können es uns nicht leisten in Bildung zu investieren. Wir sagen, wir können es uns nicht leisten, nicht in Bildung zu investieren“, sprach Kurt Beck voller Elan.

Bildung fange nicht erst mit dem Eintritt in die Schule an, sondern bereits frühkindliche Bildungsangebote wie Kindertagesstätten und Kindergärten müssten solidarisch finanziert werden und dürften nicht vom finanziellen Stand der Eltern abhängen. In diesem Bereich brauche man noch viel mehr Investitionen. Exemplarisch für ein gelungenes solidarisch finanziertes Bildungssystem sei Rheinland- Pfalz.

Das Ideal der Gerechtigkeit verlange, allen Kindern gleiche Startchancen ins Leben zu bieten - unabhängig von sozialer Herkunft. Auch Mütter müssen in ihrer Entscheidung Familie und Beruf betreffend frei sein. „Beides ist gut. Aber wir müssen dafür sorgen, dass auch beides möglich ist“, forderte Beck.

Beck plädierte für eine bundesweit kostenfreie Hochschulbildung. Bildung sei noch immer von der sozialen Herkunft abhängig, räumte Beck ein. Diese Abhängigkeit aufzuheben sei das Ziel, das es zu erreichen gelte. Studiengebühren wiesen genau in die entgegen gesetzte Richtung.
Er forderte ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen, „um junge Menschen optimal fördern zu können und Familien bei der Hausaufgabenbetreuung zu entlasten, wenn sie dies wünschen“, so der SPD- Politiker weiter.

Mindestlohn und Kündigungsschutz waren ebenfalls Themen in Kurt Becks Ansprache. Beide seien unabdingbar für den Erhalt der gesellschaftlichen Solidarität. Ferner war vom Atomausstieg die Rede. Dieser müsse fortgesetzt werden. Zudem müsse viel mehr auf regenerative Energien gesetzt werden. Kurt Beck überreichte zum Abschluss drei spontan eingetretenen Neumitgliedern das Parteibuch. Der Landtagsabgeordnete Georg Nelius bedankte sich beim Ministerpräsident von Rheinland- Pfalz für seine ergreifende Rede.

 

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