Abenteuerliche Begründung für Schulamtsverlegung

Veröffentlicht am 07.05.2008 in Pressemitteilungen

MdL Georg Nelius kritisiert Minister Hauk

Verwunderung löste die Stellungnahme des Ministers zur Verlagerung des Schulamtes aus. Eine Reihe wenig überzeugender Argumente werde nun durch eine abenteuerlich klingende Variante ergänzt, nämlich die zukünftige Lehrerversorgung würde sich dadurch bessern. Im Umkehrschluss wäre das ja die offizielle Bestätigung einer derzeitigen Unterversorgung mit Lehrkräften.

Die Bildung größerer Schulämter mit einer dann kompetenteren Beratung könne ja noch nachvollzogen werden. Aber auch hier müsse sich die Kultusverwaltung fragen lassen, warum man die Zahl der Schulräte im Schulamt Mosbach von ehemals fünf auf drei reduziert habe. Nur um dann die Feststellung zu treffen, die verbleibenden drei könnten keine kompetente Beratung garantieren?
Nach wie vor unlogisch erscheine ein einziges Mammutschulamt in Mannheim für die knapp 1 200 000 Einwohner von Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar-Kreis und dem Neckar-Odenwald-Kreis zu bilden, alle anderen Schulämter in Baden-Württemberg bei einem Einzugsbereich von nur ca. 500.000 Einwohnern zu belassen.

„“Die bisherige Sprachlosigkeit des Ministers habe ich immer als Folge einer gewissen „Kabinettsdisziplin“ respektiert“, so Nelius, „sich nun aber auch noch offensiv gegen die Interessen des Neckar-Odenwald-Kreises zu positionieren, sei nicht verständlich“.
Von schwer zu besetzenden Stellen im Kreis zu sprechen sei ein Hohn für die Lehrerinnen und Lehrer, die sich intensiv um eine Ein- bzw. Anstellung im Neckar-Odenwald-Kreis bemüht hätten, aber auf Grund der Einstellungspolitik der Landesregierung dabei gescheitert seien.
Auch ohne die Bildung eines Mammutschulamtes würde die Lehrerversorgung des Neckar-Odenwald-Kreises in Zukunft gesichert sein.
Der Unterrichtsausfall in Großstädten sei mindestens genauso groß wie im ländlichen Raum, so dass ein großstädtischer Schulamts-Standort diese Situation keinesfalls
verbessern würden.
Im Übrigen habe Nelius in mehreren Gesprächen mit Minister Rau schon viele Argumente für die Schulamtsverlegung gehört, erst kürzlich bei einer Personalversammlung vor Hunderten von Lehrerinnen und Lehrern in Mosbach.
Das Argument einer dann besseren Lehrerversorgung wurde kein einziges Mal erwähnt.
Wenn nun ausgerechnet der Minister für Ländlichen Raum die bessere Versorgung unseres Raumes durch ein Schulamt in einer Großstadt garantiert sehe, wende er sich damit auch gegen den Landrat des Neckar-Odenwald-Kreises und die vielen politisch relevanten Gruppierungen, die sich bisher vehement für den Erhalt des Schulamtes in Mosbach bzw. einer Außenstelle in Mosbach eingesetzt hätten.

 

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