Den Kampf um Freiheit und Demokratie bewusst machen

Veröffentlicht am 23.06.2016 in Veranstaltungen

MdL Nelius betont im Sinsheimer Freiheitsmuseum die Bedeutung eines historischen Demokratieverständnisses

„Es macht mir Sorge, dass offensichtlich der Kampf um Freiheit und Demokratie in der jüngeren Vergangenheit bei sehr vielen Menschen in Vergessenheit geraten ist. Dagegen möchte ich aktiv etwas tun“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Nelius zu seiner Motivation zu einer Exkursion ins Sinsheimer Freiheitsmuseum einzuladen.

Er begrüßte es, dass dort das Jahrhunderte währende Ringen um einen freiheitlich-demokratischen Staat so präsentiert wird, dass neben geschichtlicher Information auch eine emotionale Berührung zu den Ereignissen spürbar werde. Mit viel Aufwand sei es dem Museumleiter Holger Friedrich und seiner Mitarbeiterin und Ehefrau gelungen, die 1848er Revolution, den I. und II. Weltkrieg sowie die Ereignisse bis zum Fall der Mauer in einer ungewöhnlichen Dokumentation zu zeigen.

Die Führung der Besuchergruppe um den Landtagsabgeordneten Nelius gab Einblicke in die Schicksale von Menschen, die für Freiheit ihr Leben aufs Spiel setzten, eingesperrt und misshandelt wurden oder starben.

Auf mehr als 800 Quadratmetern erlebten die Besucherinnen und Besucher einen interaktiven Streifzug durch die Geschichte der Demokratiebewegung, beginnend im Jahr 1848. Wie in vielen Regionen herrschte auch im Kraichgau eine Aufbruchsstimmung. Friedrich Hecker: „Als Sozial-Demokrat fordere ich: Freiheit, Bildung und Wohlstand für alle!“ Sinsheim wurde mit Franz Sigel und Friedrich Hecker zu einer Hochburg der Freiheitsbewegung, und vor dem Alten Rathaus rief der Apotheker Gustav Mayer am Ostermontag im Jahr 1848 die Demokratische Republik aus.

Tief betroffen war die Gruppe vom Schicksal des 24-jährigen Soldaten Januar Gromann, der 1849 inhaftiert wurde und im Gefängnis einen Sekretär anfertigen musste, in dem er versteckt die Botschaft „… Komm bald, du liebe Republik!“ hinterließ.

Nach der Niederlage der Demokratiebewegung wanderten viele nach Amerika aus. Zahlreiche davon setzten sich auch dort für die Menschenrechte ein und kämpften unter anderem im Bürgerkrieg in der Nordstaatenarmee gegen die Sklaverei.

Es ging weiter um Freiheitskämpfer im „Jahrhundert der Extreme“ zwischen Weltkriegen, Diktatur, Demokratie und der Wiedervereinigung. Da waren beispielweise Soldaten, die im I. und II. Weltkrieg kämpften und Briefe schrieben, in denen sie zum Frieden mahnten.

Letztendlich fand die friedliche Revolution in der DDR, die zur Wiedervereinigung des geteilten Deutschland führte, einen weiten Raum.

Landtagsabgeordneter Georg Nelius und Museumleiter Holger Friedrich waren sich einig, dass die Bedeutung des frühen Ringes nach Freiheit in Deutschland stärker in das Bewusstsein der Menschen gerückt werden sollte. „Nur wenn wir unser Geschichtsbewusstsein stärken, verstehen wir den Zusammenhang von Vergangenheitsdeutung, Gegenwartsverständnis und Zukunftsperspektive.“ betonte Nelius. Vor diesem Hintergrund seien weitere Exkursionen zu Schauplätzen der Freiheitsbewegung in Vorbereitung.

 

Kontakt

Wahlkreisbüro in Mosbach
Badgasse 7
74821 Mosbach
Telefon 06261 914917
Telefax 06261 914918
buero@georg-nelius.de

Landtagsbüro in Stuttgart
Konrad-Adenauer-Straße 12
70173 Stuttgart
Telefon 0711 2063 754
Telefax 0711 2063 710
georg.nelius@spd.landtag-bw.de

Mit der Nutzung der E-Mail-Adressen stimme ich zu, dass meine Angaben und Daten zur Beantwortung meiner Anfrage elektronisch erhoben und gespeichert werden. Es gilt die Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail widerrufen. 

Links zu aktuellen Informationen

Aktuelle Informationen zur SPD-Landtagsfraktion Baden-Württemberg findet man hier. 

Aktuelle Informationen zum SPD-Kreisverband Neckar-Odenwald findet man hier.