Der Mosbacher SPD-Politiker Georg Nelius sitzt seit einem Jahr im Stuttgarter Landtag - Präsenz im Wahlkreis wichtig

Veröffentlicht am 15.05.2008 in Presse im Wahlkreis

"Politik muss Lösungen bringen"

Eher überraschend rückte Georg Nelius vor einem Jahr nach dem unerwarteten Tod des SPD Abgeordneten Karl-Heinz Joseph als Zweitkandidat in den Stuttgarter Landtag nach. Von der Arbeit vor und hinter den Kulissen der Landespolitik konnte sich die Rhein-Neckar-Zeitung ein eigenes Bild machen.

Häufig nimmt Georg Nelius den Zug, um in das "Teilzeitparlament" nach Stuttgart zu fahren. Den Kontakt zu seinem Beruf hat er nicht ganz abgebrochen. Nelius unterrichtet weiterhin acht Stunden die Woche Geschichte in der Mosbacher Pestalozzi-Realschule. Vom Stuttgarter Hauptbahnhof sind es nur ein paar Schritte durch den Park, dann taucht neben dem Schloss das Landtagsgebäude "im modernen Stil" auf.

Vor der Sitzung schaut Georg Nelius noch in sein Büro im Abgeordnetenhaus. Er erreicht es durch eien Tunnel mit dem Charme eines Schutzraumes. Im dritten Stock sitzt Miriam Gögelein in einem spartansich eingerichteten Büro an ihrem Schreibtisch. Nelius ist froh, dass seine Assistentin bereits seit 2001 im Landtag tätig ist und über einen reichen Erfahrungsschatz verfügt. Denn als "Landtags-Neuling" sei man ziemlich auf sich selbst gestellt: "Man muss sich durchwursteln."

Zu den neuen Erfahrungen zählten zunächst die Stapel von Papieren, die sich in schöner Regelmäßigkeit auf dem Schreibtisch auftürmen. Seit ihm Erhard Eppler gestand, maximal drei Prozent des Angereichten selbst lesen zu können, geht Georg Nelius mit den Stapeln etwas entspannter um.
Als Vertreter eines ländlichen Wahlkreises sitzt er im Ausschuss für den Ländlichen Raum. Dabei geht es nicht nur um die Größe von Legehennenkäfigen oder Kastrationsschmerzen von Schweinen. Ein gerade für den Neckar-Odenwald-Kreis wichtiges Thema stellt die Strukturförderung dar. Auch laufen die EU-Förderanträge über diesen Ausschuss.

"Montags ist Fraktionssitzung", erläutert Nelius einen weiteren festen Termin im "Stundenplan" eines Abgeordneten. Dass er sich mitunter an seine eigene Schulzeit erinnert fühlt, das liege aber schlicht an den allzu eng montierten Sitzmöbeln im Plenarsaal. Schnell musste der Parlamentarier erkennen" "Die Bestuhlung ist für einen Menschen von 1,90 Meter Körpergröße nicht geeignet."

Erstaunlich klein sieht der in heller Holzoptik gehaltene Plenarsaal aus, wenn noch keine Abgeordneten darin Platz genommen haben. Sind später viele der 138 Mitglieder des Landtags versammelt, wirkt der Raum optisch größer. Um einen festen Sitzplatz musste sich Georg Nelius nicht bemühen. "In den vordersten Reihen sitzen die Fraktions- und Ausschussvorsitzenden. Dann geht es alphabetisch", erläutert Nelius, wie er "sitztechnisch zum Linksaußen" wurde.

"An die Zwischenrufe musste ich mich erst gewöhnen", sagt der Lehrer. Man müsse seine Rede schon gut intus haben, wenn man sich nicht aus dem Konzept bringen lassen will. Zweimal kam Nelius bislang vor dem Plenum zu Wort. Da ging es um den Bürokratieabbau im Rehrevier und um den Zustand des Waldes.

Zu seiner Hauptarbeit zählt Georg Nelius weniger den öffentlichen Schlagabtausch in den Debatten. Getreu seiner Überzeugung "Politik muss Lösungen bringen", setze er sich für die Anliegen der Menschen in seiner Region ein - und das über Parteigrenzen hinweg. Denn auch dies zähle zu seinen neuen Erfahrungen: "Einem Abgeordneten wird ganz anders begegnet. "Schreibe ein Bürgermeister einen Brief an das Regierungspräsidium, so könne er gerne ein halbes Jahr auf eine Antwort warten. Ein Abgeordneter erhalte eine solche binnen 14 Tage.

Wichtig ist Georg Nelius die Präsenz im Wahlkreis. Doch er weiß: "Man kann nicht überall sein. "Dass er in seinen langen Jahren als Mosbacher Stadtrat bislang erst einmal nicht an einer Sitzung teilnahm, schreibt Nelius bescheiden seiner guten Gesundheit zu. Sein persönliches Fazit nach einem Jahr als Landtagsabgeordneter: "Ich mache die Arbeit gerne. Nach anfänglichem Bauchgrimmen macht es auch Spaß."

Bericht von Peter Lahr - Rhein- Neckar-Zeitung vom 15. Mai 2008

 

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