Grußwort zum Internationalen Frauentag, 8.März 2010

Veröffentlicht am 09.03.2010 in Reden/Artikel

Mit einem Wort von Simone de Beauvoir möchte ich Sie alle zum Internationalen -Frauentag grüßen. Die französische Frauenrechtlerin sagte einmal: “ Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen: Sie bekommen nichts.“

Dass sich der Internationale Weltfrauentag in diesem Jahr zum 100 mal jährt, ist nicht der Grund warum ich zu ihnen sprechen darf, wenngleich die Sozialdemokratie schon vor 100 Jahren diesen ersten Frauentag unterstützte.

Eigentlich ist es kein Tag um laut zu jubeln, denn immer noch sind viele Forderungen der Frauen nach besserer Teilhabe und Gleichstellung nicht erfüllt.

Richtig ist, dass Frauen zwischenzeitlich ihre Forderungen artikulierten und in Deutschland auch schon Vieles erreicht haben. Das bedurfte aber auch der zähen Arbeit unendlich vieler Frauen
Und an einigen Beispielen möchte ich zeigen, dass es notwendig ist, auf Schieflagen und Fehlentwicklungen hinzuweisen. Die Politik bleibt aufgerufen, hier entschieden dagegen zu steuern.
So verfügten im Jahr 2008 noch 11,1% der vollzeit-erwerbstätigen Frauen mit abgeschlossener Lehre über ein monatliches Netto-Einkommen von weniger als 900 Euro.
Bei den Männern hingegen sind dies nur 3,3,Prozent. In der höchsten Einkommensklasse von 2600.—Euro und mehr finden sich 25,1% der Männer, jedoch nur 7,2 Prozent der Frauen.
Nach Angaben des Stat. Bundesamtes in Wiesbaden verdienten Frauen 2008 in Deutschland fast ein Viertel, nämlich 23,8 Prozent, brutto weniger als Männer.

Auch in den Führungsetagen großer Unternehmen stellen die Frauen nur 2,5 Prozent der Vorstandmitglieder.
So kritisieren ja viele Frauen auch zurecht, dass trotz vermeintlicher Gleichstellung es immer noch keine Gleichbehandlung gebe.
Da ist der Hinweis, dass Frauen , in manchen Bereichen, die Männer schon lange überholt hätten, wenig tröstlich, wenn man dabei nur auf die Zahl der Verkehrssünder verweisen kann, bei denen nur 21,7 Prozent weiblich sind.

Erfolgversprechender erscheint mir da eine Initiative der weiblichen Abgeordneten aller Fraktionen des Stuttgarter Landtags, dass gerade der öffentliche Dienst bei der Gleichstellung von Männern und Frauen Vorbild sein muss, vor allem wenn es um die Förderung und Beförderung von Frauen auf Chefsessel geht.
Das ist auch eine Forderung, die ich gerne unterstütze, nicht nur um das “kollektiv“ schlechte Gewissen, das Männer an einem Tag wie dem Internationalen Frauentag, nur schwer verbergen können, etwas zu erleichtern.
Und mit einem Satz aus dem Lied streikender amerikanischer Textilarbeiterinnen, besser bekannt unter dem Namen „Brot und Rosen “ möchte ich schließen.: Wenn wir zusammen gehen, und da schließe ich einfach neben den Frauen alle Männer guten Willens mit ein, kommt mit uns ein bessrer Tag.
Und so wird es sicher einmal einen Internationalen Frauentag geben, wo keine Forderungen mehr gestellt werden müssen, sondern die Erinnerung an diese Forderungen überwiegt.

 

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