SPD kritisiert Schließung der Nahrungsabteilung der Berufsschule Bad Mergentheim

Veröffentlicht am 15.07.2020 in Pressemitteilungen

Georg Nelius: „Ein Ende dieses erfolgreichen Ausbildungsangebots hätte schwere Nachteile für die Region.“

Brief an Kultusministerin Eisenmann

In einem Brief an die Kultusministerin hatte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Georg Nelius gegen die geplante Schließung der Nahrungsabteilung der Gewerblichen Schule in Bad Mergentheim ausgesprochen und die Ministerin gebeten, Alternativen für die betroffenen Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler aufzuzeigen. In der Nahrungsabteilung sind die Berufe der Fleischer/-in und Bäcker/-in mit den zugehörigen Fachverkäuferinnen und –verkäufern zusammengefasst.

In ihrem nun vorliegenden Antwortschreiben beharrt die Ministerin auf der Schließung dieses Ausbildungsangebots und begründet dies mit der drohenden Überlastung des Lehrpersonals durch die gemeinsame Beschulung von vier Ausbildungsberufen über zwei Jahrgänge.

Georg Nelius: „Die Reaktion der Kultusministerin ist wenig überzeugend, da die Nahrungsabteilung der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim bis heute herausragende schulische Leistungen ihrer Absolventen vorweisen kann.“

Der Abgeordnete verwies auf eine Resolution des Kreistags des Main-Tauber-Kreises, die bereits im März dieses Jahres veröffentlicht wurde. Darin forderte der Kreistag einstimmig, das Schulangebot im Bereich Fleisch und Bäckerei zu erhalten. Diese Resolution wurde dem Kultusministerium übermittelt. Auch Georg Nelius wurde von zahlreichen Betroffenen angesprochen, die ihr Unverständnis über das Vorhaben des Kultusministeriums zum Ausdruck brachten.

„Die Schließung dieser erfolgreichen Ausbildungsstätte wäre ein äußerst negatives Signal für den ländlichen Raum, dessen Stärkung die Landesregierung so gerne im Munde führt“, erklärte der Abgeordnete. Die Begründung des Ministeriums, bei Weiterführung des Unterrichts in der Nahrungsabteilung der Gewerblichen Schule Bad Mergentheim bestünde die Gefahr einer Mehr- bzw. Überlastung des Lehrpersonals, sei wenig aussagekräftig, zumal die Absolventen der Schule bisher sehr gute Leistungen erbracht hätten.

Außerdem bildeten die an der Gewerblichen Schule zurzeit unterrichteten 18 Schülerinnen und Schüler eine homogene Klasse. Würde jetzt das Ausbildungsangebot für Fleischer/-innen und Fleischereifachverkäufer/-innen geschlossen, fiele wegen zu geringer Schülerzahlen auch das Schulangebot für Bäcker/-innen und Bäckereifachverkäufer/-innen weg. Bei Beibehaltung des Lehrangebots am Schulstandort Bad Mergentheim wäre dagegen die heimatnahe Beschulung von Auszubildenden für den Main-Tauber-Kreis gesichert sowie eine alternative Zuweisung von Schüler/-innen in Berufsschulen von Nachbarkreisen vermieden. Auch einer Abwanderung von Auszubildenden ins benachbarte Bundesland Bayern oder deren Hinwendung zu anderen Berufen könnte so verhindert werden.

Georg Nelius: „Die Antwort der Kultusministerin ist nicht zufriedenstellend und ihre Begründung für die Schließung der Nahrungsabteilung reichlich fadenscheinig. Die Landesregierung sollte genau hier in Bad Mergentheim beweisen, dass ihr Bekenntnis zum ländlichen Raum Substanz hat. In dieser Sache darf noch nicht das letzte Wort gesprochen sein.“

 

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